alte Werkbank aufarbeiten.

[Werbung] Mein Tipp an alle die sich eine Werkstatt einrichten möchten – macht es nicht mit OSB. Klar, auch ich kenne die Vorteile: Es ist günstig und die Platten bleiben gerade. Deshalb ist OSB sehr einfach zu verarbeiten. Das große ABER ist hierbei die Optik – du kannst es irgendwann nicht mehr sehen. Mein Einwand war dabei immer das eine Werkstatt ja nicht schön sondern vor Allem zweckmäßig sein soll.

Beim Bau der Werkstattmöbel für mein Bastelzimmer war ich schlauer. Aber in der Holzwerkstatt habe ich mir das Einrichten schön geredet. Was ich dabei aber immer vergessen habe ist das ich eben auch verdammt viel Zeit in meinem Arbeitsraum verbringe. Manchmal auch einfach nur so. Meine Werkstatt muss also schöner werden. So ein klein wenig Wohnzimmer-Atmosphäre wäre schön. Mal sehen.

Bestandsaufnahme

Zunächst einmal zum Ist-Zustand. Da wäre meine heißgeliebte Tischler-Werkbank, die natürlich bleibt, umrahmt von dieser hässlichen OSB Arbeitsplatte. Und die soll schon bald weichen. Als Ersatz kommt hier stirnseitig ein stabiler Arbeitstisch mit einer Multiplex-Arbeitsplatte. Den habe ich noch, das gute Stück muss nur ein wenig aufgearbeitet werden. Und um diesen Tisch geht es auch in diesem Beitrag. An der Längsseite werde ich später noch einen kleineren Arbeitstisch platzieren. Den habe ich nicht, der muss also noch gebaut werden. Ich brauche also Holz. Ein paar Balken für das Gestell und eine Platte für oben drauf.

Werkstatt Umbau ist Zustand

Holz kaufen gehen

Ein bisschen Holz kaufen.

Wenn ich Material brauche kaufe ich das eigentlich immer im Holzfachhandel. Das hat zum Einen was mit der Qualität des Holzes zu tun, zum Anderen komme ich da immer auch an der Bude mit der leckeren Currywurst vorbei. Auch ein guter Grund. Und weil ich gerade Urlaub habe fahre ich da heute hin obwohl ich das Material erst in ein paar Tagen brauchen werde. Also, auf zu Holzland und ein paar Massivholzbalken für die Werkbank kaufen. Dabei entscheide ich mich für so genanntes BSH. Die drei Buchstaben stehen für Brettschichtholz, also Holz das aus mehreren Lagen verleimt ist. Solche Balken bleiben einfach viel gerader als normales Kantholz.

Werkbank restaurieren

An die Arbeit.

In einem ersten Schritt schraube ich die Arbeitsplatte vom Gestell und schleife sie mit 80er Papier. Sie sieht natürlich nicht aus wie neu, muss sie ja auch nicht – ich finde so ein Arbeitstisch muss seine Kratzer und Macken haben. Beim Untergestell entferne ich mit dem Winkelschleifer nur den groben Flugrost. Dafür verwende ich eine Schruppscheibe, das geht schnell.

Das Untergestell habe ich dann noch mit Klarlack versiegelt. Wichtig ist beim Lackieren von blankem Metall das ihr einen Lack auf Lösemittel-Basis verwendet. Bei wasserverdünnbaren Farben rostet das Metall schon während der Trocknungszeit.