Makita Flachdübelfräse PJ7000 im Test

Makita Flachdübelfräse PJ7000 im Test

Jetzt mal wieder was aus der Rubrik Frauen und ihre Holzmaschinen. In meinem Artikel Gartenspiegel aus Altholz habe ich meine Makita Flächdübelfräse PJ7000 ja schon kurz vorgestellt. Hier nun mein ganz persönlicher Test. Subjektiv. Weiblich.

 

Wofür brauche ich eine Flachdübelfräse?

Kurz zur Grundfunktion: Mit einer Flachdübelfräse kannst du Nuten für Flachdübel in dein Werkstück fräsen. Das ist enorm praktisch weil es a) sehr schnell geht und b) eine nicht sichtbare Verbindung entsteht. Du siehst später also keine Schraubenköpfe. Sowas stört ja schon mal. Das war dann auch der Grund warum ich mir eine Flachdübelfräse, alias Nutfräse, alias Lamello-Fräse, gekauft habe.

 

Nutfräse kaufen – meine Kaufentscheidung

Wie im gesamten Werkzeugbereich ist es gar nicht so einfach anständige Qualität für einen akzeptablen Preis zu finden. Der Markt teilt sich auf in Billiganbieter und Premium Profi-Maschinen. Dazwischen ist die Luft sehr dünn.

 

Was beim Klebstoff der UHU und beim Papiertaschentuch das Tempo das ist bei den Flachdübelfräsen die Lamellofräse. Nur lohnt es sich bei meinem Einsatzbereich einfach nicht mal eben knapp 500 Euro auf den Tisch zu legen um mir das Profigerät von Lamello zu kaufen. Und bei den Einhells und Ferms dieser Welt habe ich einfach kein gutes Gefühl. Wer billig kauft der kauft eben oft zweimal. Gesucht habe ich also eine Maschine die sich bei Preis und Qualität in der Mitte ansiedelt. Und da gibt es meiner Ansicht nach die Makita Flachdübelfräse – und sonst nicht wirklich viel. Die Maschine kostet round about 270 Euro. Die kannst du z.B. bei Amazon ausgeben oder eben auch bei einem heimischen Steuerzahler wie z.B. bei Maschinenhandel Meyer  investieren. Du bekommst in jedem Fall eine gut verarbeitete Maschine die wirklich eine Menge kann.

 

Lamellos, oder auch Flachdübel gibt es in drei Größen: 0er, 10er und 20er. Je nach Dicke deines Werkstücks wählst du den passenden Lamello aus. An der Seite der Makita Flachdübelfräse befindet sich ein Stellring an dem du dann die passende Frästiefe einstellst. Hier dann auch ein erster Kritikpunkt. Die Zahlen auf dem Stellring sind in das Material eingebracht aber bei Chrom auf Chrom eben auch schlecht lesbar. Das kann Lamello bei seinen Maschinen deutlich besser. Der Tiefenanschlag ist über eine Stellschraube an der Seite nachjustierbar. Hilfreich, so kannst du die Tiefe anpassen wenn z.B. der Fräser ein paar mal geschärft wurde. Um an den Fräser zu gelangen löst du einfach die hintere Schraube und klappst den Boden um.

 

Lamellos Größen 0, 10 und 20

 

Kritikpunkt Staubsaugeranschluß

Geliefert wird die Makita PJ7000 mit einem Späne-Auffangsack. Ich habe in meiner Werkstatt ja so einige Maschinen. Viele davon haben solche Auffangsäcke. Und wirklich funktionieren tut das bei keiner. Meine Festool Maschinen lassen sich aber ganz bequem an meinen Sauger anschließen. Leider kocht da aber jeder Hersteller sein eigenes Kompatibilitätssüppchen, mein Festool Staubsauger passt also nicht an die Makita. Ich fräse jetzt einfach ohne Sauger und kehre danach die Werkstatt. Nicht so optimal. So richtet sich dann auch mein Kritikpunkt nicht direkt an Makita sondern an alle Hersteller. Werdet euch endlich mal einig. Kann doch nicht so schwer sein.

 

Unterschied PJ7000 und PJ7000J

War mir jetzt auch nicht ganz klar und ich musste ein wenig recherchieren. Ich glaube jetzt mal den Jungs von Woodworker.de.  Das J am Ende beschreibt das Zubehör. In diesem Fall das Makpac, also die Transport-Box für die Flachdübelfräse. Da ich meine Maschine nur in der Werkstatt benutze brauche ich das Makpac also nicht

 

Fräsen in fester Höhe

Das Fräsen in fester Höhe, also ohne Zusatzanschlag ist die einfachste Art eine Lamelloverbindung herzustellen. Hierzu werden das Werkstück und die Makita Flachdübelfräse einfach auf eine ebene Fläche gestellt. Schnell, einfach aber eben auch nicht für jede Werkstückdicke geeignet.

 

Makita PJ7000 gerade Fräsung auf Unterlage

 

Fräsen mit Zusatzanschlag

Über den Zusatzanschlag lässt sich die Position des Fräsers einstellen. Hierzu wird der Zusatzanschlag einfach von oben auf den vorderen Anschlag geschoben. Auch der Zusatzanschlag verfügt über ein Stellrad mit dem du die Höhe recht präzise einstellen kannst. Über den seitlichen Klemmhebel wird das Ganze arretiert. Für dünnere Werkstücke liegt der Maschine noch ein zusätzliche Kunststoffplatte bei die einfach auf den Zusatzanschlag aufgeschoben wird. Hierdurch wird die Auflage um 4mm verschoben.

 

Makita PJ7000 fräsen mit Zusstzanschlag

 

Gehrungen fräsen

Brauche ich zwar nur selten, ist aber ganz nützlich. Auch um Gehrungen mit Lamellos zu verbinden wird der Zusatzanschlag montiert. Der hat im oberen Bereich eine 45° Auflagefläche. Die Höheneinstellung erfolgt auch hier über das Stellrad. Ich mache dazu meist eine Probefräsung an einem Teststück.

 

Makita PJ7000 Gehrung fräsen

 

Mein Fazit zur Makita Flachdübelfräse

Entspricht die Maschine meinen Erwartungen? Ja, das tut sie voll und ganz. Für den semiprofessionellen Einsatz bietet die Maschine alles was ich mir von meiner Lamellofräse erwartet habe. Und ich denke das die Makita auch in so manch einer professionellen Schreinerwerkstatt ordentlich ihre Dienste tut. Hier meine Pros und Cons:

 

Pro:
Preis Leistung stimmt
Verarbeitung ist gut
Fräsgenauigkeit gut

 

Contra:
Staubsaugeranschluß nicht kompatibel mit Festool
Drehrad schlecht lesbar
Fräsgenauigkeit ist eben nur gut und nicht sehr gut

Das war meine subjektive Meinung zur Makita Flachdübelfräse PJ7000. Hab ich was vergessen? Was denkst du über die Maschine? Gelungene Alternative zur Lamellofräse oder bist du der Meinung lieber doch ein paar Scheinchen mehr auszugeben lohnt?

 

  1. Schöner Bericht. Aber warum ist in Deinen Augen die Fräsgenauigkeit der Makita nur „gut“ und nicht „Sehr gut“? Das würde mich noch interessieren.
    Zum Thema Saugeranschluß: Da gibt es von STARMIX so ein Universal-Gummiteil mit verschiedenen Abstufungen als Zubehör. Damit kriege ich meine Makita-Maschinen mit Ihrem komischen Durchmesser „Festool“-Saugerkompatibel.

    1. Hallo Wolfram,
      na so schnell liest man sich wieder. Aber zu Sache:
      Im direkten Vergleich fühlt sich die Lamello-Fräse, meiner subjektiven Meinung nach, um einiges präziser an. Den Mehrpreis rechtfertigt das für meine semiprofessionellen Basteleien dann aber nicht. Danke für den Tipp mit dem Starmix. Werde ich gleich mal googeln.

      Schönen Sonntag wünsch ich Dir!
      Angela

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